avodaq Inside

Vom IT-Leiter zum Security Advisor - André Knieper im Interview

"IT ist definitiv der Gamechanger
für den Unternehmenserfolg.
Deutschland könnte hier schon
viel weiter sein."

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André, du bist vor knapp zwei Jahren als IT-Leiter bei uns eingestiegen. Wie bist du zu avodaq gekommen und was hat dich damals von avodaq überzeugt?

Ja, das ist eine lustige Geschichte. avodaq kenne ich schon seit knapp 20 Jahren. Ich habe hier damals meine erste Firewall-Schulung absolviert. Anschließend hatte ich als Admin über Jahre immer wieder Berührungspunkte mit avodaq bei Projekten. Daher kenne ich viele meiner heutigen Kolleginnen und Kollegen bereits seit langer Zeit. Vor knapp zwei Jahren passte dann alles zusammen: Ich erhielt einen Tipp, dass avodaq einen IT-Leiter sucht und nach zwei Wochen war alles unter Dach und Fach.

Viele Unternehmen sind eher mit sich selbst beschäftigt. Ich fand schon immer toll, dass sich das Geschäft bei avodaq vor allem um den Kunden dreht. Es ist einfach spürbar, dass das Geschäftsmodell am Kunden ausgerichtet ist und die Problemlösung der Kunden im Mittelpunkt steht.

avodaq ist als Organismus nach vorn gerichtet. Es geht in Richtung Service, Innovation und die Motivation, Dinge zu verbessern. Das gefällt mir und passt zu mir.

"Es ist einfach spürbar, dass das Geschäftsmodell von avodaq am Kunden ausgerichtet ist und die Problemlösung der Kunden im Mittelpunkt steht. "

Und dann ist es natürlich auch die persönliche Verbindung zu vielen Kolleginnen und Kollegen, die das Arbeiten bei avodaq besonders macht. Wir haben hier ein sehr offenes, tolles Miteinander. Und wir arbeiten an einem gemeinsamen Ziel, das macht gleich nochmal mehr Spaß.

Was sollten wir noch über dich persönlich wissen?

Was vermutlich auch viele meiner Kollegen gar nicht wissen: Ich war jahrzehntelang im Ehrenamt tätig. Mit 10 Jahren bin ich Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bergstedt geworden. Rund 20 Jahre war ich dort aktiv. Dann wurde es schwierig, das Ehrenamt mit den beruflichen und privaten Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Heute bin ich zum Ausgleich viel mit dem VW Bus unterwegs – der wird dann auch hin und wieder auseinandergebaut und dran rumgeschraubt. Ansonsten klettere ich gern und gehe regelmäßig laufen. Demnächst hoffentlich auch mal wieder vor der Arbeit um die Alster.

Wie bist du denn eigentlich zur IT gekommen?  War das schon immer dein Ding? 

Ja, das ist das einzige, was ich kann. André lacht.

Die heutigen Berufsbilder gab es damals noch gar nicht. Ich habe bei der Hamburger Hochbahn AG eine Ausbildung zum Indudstrieelektroniker Fachrichtung Kommunikationstechnik gemacht. Das war schon sehr IT-nah quasi. Ich habe dann später auch bei der Signaltechnik-Abteilung der Hochbahn das erste computergestützte Stellwerk technisch mitbegleitet. Nach einer Selbstständigkeit im IT-Bereich, war ich zuletzt sieben Jahre Head of IT-Infrastruktur. Und heute bin ich hier. Kurz gesagt: Ich bin mit Leib und Seele IT-ler.

Du arbeitest schon seit einigen Jahren als Führungskraft in der IT. Wie haben sich Rolle und Bedeutung der Internen IT in Unternehmen in den letzten Jahren verändert?

IT ist definitiv der Gamechanger überhaupt. Das hätte schon viel früher erkannt werden können. Unternehmen und Institutionen in Deutschland könnten hier deutlich weiter sein, wenn wir zielgerichteter an das Thema herangegangen wären.

Ich würde die Wette eingehen, dass die IT perspektivisch in jedem Fachbereich vertreten sein wird. Das Bild des IT-Mitarbeiters wird sich weiter diversifizieren. Definitiv geht es immer weniger um die Tätigkeiten des klassischen IT-Systemadministrators, wie beispielsweise die Verwaltung von Druckern. Das sind Prozesse, die automatisiert werden können. Es wird mehr und mehr dahin gehen, dass sowohl solche einfache Tätigkeiten als auch hochkomplexe Services extern bezogen werden.

Vielmehr geht es künftig in der IT immer mehr um die Frage, was das Business braucht. Viele IT-ler sind noch stark in der Technik verhaftet. Diese Lücke zwischen Technik und Business gilt es zu schließen. IT muss Lösungen schaffen, die zum Geschäftserfolg beitragen und gut sind. Die Bedeutung des IT-Leiters wird daher in jedem Fall weiter steigen.

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Zukünftige Challenges

Was sind für dich die 3 Top Herausforderungen der IT?

 

  1. Echte Digitalisierung mit Wertschöpfung in der IT.
  2. IT-Security – Die physische Bedrohung wird noch massiver werden.
  3. Komplexität der IT – Es wird mehr und mehr da hingehen, dass Unternehmen nicht mehr alles selbst machen können.

Wo wir ja bei einem weiteren spannenden Thema sind. Du bist gerade in einem sehr interessanten Entwicklungsprozess! Vor einiger Zeit hast du dich entschieden bei uns das IT-Security-Advisory zu übernehmen und weiterauszubauen. Wieso das? 

IT-Security ist etwas, das man einkaufen muss. Die wenigsten Unternehmen haben hier eine Strategie. Für mich war das in der Vergangenheit selbst immer wieder Thema – die Infrastrukturthemen konnte ich wiederholt gut lösen, aber bei der IT-Security habe ich mich als Kunde nie gut beraten gefühlt. Ich kannte die Anforderungen und die Technik, habe es aber nie richtig zusammenbekommen. Das hat mich aber schon sehr gereizt. Daher kam die Idee, bei avodaq das IT-Security-Advisory auszubauen.

Bei avodaq haben wir eine hohe Beratungskompetenz und eine hohe technische Kompetenz. Und wir sind dicht am Puls der Zeit. Mit unserem Beratungsangebot schließen wir die Lücke zwischen den Beratungshäusern und den Systemhäusern. Das macht bisher in der Form kaum ein anderer Dienstleister.

Die meisten Unternehmen wissen um die Gefahren, aber das Thema ist wirklich sehr komplex. Sie hören von diversen Herstellern 1.000 unterschiedliche Sachen. Das führt häufig zu einer gewissen Schockstarre. Das spannende ist, dass wir hier schnell weiterhelfen können. Früher hätte das Jahre gedauert. Heute können wir innerhalb von drei Monaten einen kompletten Fahrplan aufstellen. Dabei visualisieren wir auch das monetäre Risiko.

Jeden Tag kommt eine neue Hiobsbotschaft von großen namhaften Unternehmen, die gehackt wurden. Eine immense Bedrohungslage für Unternehmen und damit liegt auch eine hohe Verantwortung bei dir als Advisor. Wie gehst du mit dieser Verantwortung um?

IT-Leiter und IT-Security Advisor André hält einen Vortrag zum Thema IT-Security

Ich nehme das wirklich persönlich! Wenn man es besser machen kann, möchte ich es im Sinne des Kunden besser machen. Als Know-How-Träger sehe ich mich schon in der Verantwortung das anzusprechen. Wir können die Wahrscheinlichkeit von Angriffen und die Auswirkungen verringern. Das steht schon in unserer Macht. Entscheiden muss aber natürlich letztlich der Kunde, ob und wie er in IT-Sicherheit investiert.

Aber es wird auf jeden Fall spannend mit der NIS2-Richtlinie. Das ist ein neues Gesetz auf EU-Ebene. Bis 2024 muss die Richtlinie in nationales Recht übersetzt werden.

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NIS2-Richtlinie

Die NIS2-Richtlinie ist die EU-weite Gesetzgebung zur Cybersicherheit. Sie enthält rechtliche Maßnahmen zur Steigerung des allgemeinen Cybersicherheitsniveaus in der EU. Mehr Informationen zu dem Thema hat André mit seinem Team in einem Handout zusammengestellt.

Mehr Infos zum Download

Im Security-Bereich muss spätestens dann jede Menge gemacht werden. Das ist vergleichbar mit der Einführung der DSGVO vor einigen Jahren. Auch hier können wir unterstützen, beispielsweise indem wir analysieren, was für das jeweilige Unternehmen relevant ist und was nicht.

André, vielen Dank das informative Interview. Da tut sich aktuell ja wirklich einiges – bei dir persönlich, bei unseren Kunden und am Markt. Wir freuen uns darauf, deinen Weg bei uns weiter begleiten zu dürfen.