Customer Case Studies

SICK AG: Mit Videokommunikation zum Erfindergeist

avodaq

12. Mai 2026 | 5 min.

SICK AG Gebäude A © SICK AG

Der Technologiekonzern SICK AG arbeitet konsequent auf das Ziel hin, die Zusammenarbeit seiner weltweit rund 12.000 Mitarbeitenden zu digitalisieren und zu modernisieren. Ein technischer Fokus: Video-Kommunikation von Cisco aus einem Guss, mit möglichst guten digitalen Services und einer einfach zu nutzenden, aber hervorragenden Usability. Hinzu kommen Prinzipien des New Work und des Open Space wie Flexibilität, Modernität und Effizienz, die nach einem globalen Standard schrittweise in den Büros bei SICK eingeführt werden.

Der Marktplatz im "Gebäude A" © SICK AG
Quelle: SICK AG

Für die digitale Transformation des ersten Produktivgebäudes wurde das „Gebäude A“ ausgewählt, das 1977 als erstes eigenes Bauwerk der SICK AG am Konzernsitz in Waldkirch errichtet worden war. Nach 45 Jahren im Dienst wurde es ersetzt, 2025 erfolgte die Neueröffnung der beiden miteinander verbundenen Kuben. In der Firmenzentrale liegen sie direkt zwischen Kundenzentrum, Betriebsrestaurant sowie anderen, klassischen Bürogebäuden. Doch das Herz des Standorts schlägt inzwischen im Rhythmus von New Work, fest zugeordnete Arbeitsplätze gibt es nicht mehr. Stattdessen wählen die Mitarbeitenden ihren Arbeitsort nach Bedarf aus.

Die erste Bilanz nach einigen Monaten im Betrieb fällt schon sehr positiv aus: „Die Reputationsrate im Erdgeschoss von Gebäude A war von Beginn an enorm hoch“, berichtet André Lienhard, IT Service Owner Unified Communications bei der SICK-IT. Was auch daran liegt, dass die Mitarbeitenden nach dem Besuch des Betriebsrestaurants in der neuen Barista-Bar ihren Mittagskaffee ordern und das Gebäude A bevölkern. Gut angenommen würden aber auch die neuen Offices, sagt Lienhard, der seit Jahren mit einer Handvoll Kolleginnen und Kollegen dafür sorgt, dass die SICK AG mit Unified-Communication-Lösungen vernetzt wird. „Wir sehen an den Rückmeldungen und der Auslastung, dass die Büros sehr belebt sind.“

Konferenzraum mit Cisco Lösung Gebäude A © SICK AG
Moderne Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz Gebäude A © SICK AG
Konferenzraum mit Cisco Boards Gebäude A © SICK AG
Moderne Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz Gebäude A © SICK AG
Moderne Arbeitsplätze Gebäude A © SICK AG
Videokommunikation

Von der Usability bis zum Business Case

Ein technischer Schwerpunkt der digitalen Vernetzung liegt auf der Videokommunikation, wobei Cisco als globaler Ausrüster bei SICK gesetzt ist. Bereits 2017 kam avodaq als Unterstützung ins Team, seitdem bezieht sich die Zusammenarbeit auf das globale Schulungszentrum SIA Campus, die technische Ausstattung von Offices im nahegelegenen Hauptquartier sowie weiteren Ländern. Das Gebäude A als Starter bietet rund 300 Bildschirm-Arbeitsplätze (mit 600 Bildschirmen), rund 450 weitere Personen können gleichzeitig „activity-based“ arbeiten, etwa in Meeting-Räumen oder im Marktplatz im Erdgeschoss.

„Hier gibt es Veranstaltungsräume, in die man auch Externe einladen oder größere Meetings abhalten kann“, sagt André Lienhard. Insgesamt verfügt das Gebäude A über rund 9.300 Quadratmeter Bürofläche mit 85 Meeting-Räumen, alle mit Videokonferenzlösungen von Cisco ausgestattet und buchbar über digitale Panels. Einige Zimmer lassen sich für größere Gruppen zusammen buchen und zusammenlegen. Wird die Wand geöffnet, so Lienhard, vergrößert sich der digitale Raum automatisch, und ein zweites Deckenmikro wird mit dem System verbunden. „Zur Automatisierung out of the box haben wir ein Makro für den Video-Codec geschrieben.“

Die Entscheidung für Cisco als Ausrüster aller digitalen Meeting-Räume weltweit bei SICK hat laut Lienhard mehrere Gründe, etwa die Stabilität und Usability der Lösungen sowie die relativ moderaten Incident-Zahlen. Hinzu kommt: „Wir betreiben ein dreistufiges System mit der Plattform Webex, den Endgeräten vor Ort in den hybriden Spaces sowie einem Modul für Telefonie und Contact Center.“ Sowohl technisch als auch kaufmännisch habe daher alles für eine Lösung aus einer Hand gesprochen. „Rechnet man den Business Case bis zum Ende durch und lässt dann die Soft Facts der Cisco-Lösung zur Usability einfließen, dann ist es eine sehr gute Lösung für einen fairen Preis.“

Erfahrungen hat Lienhard mit der vorherigen Digitalisierung des SIA Campus von SICK gesammelt. „Wenn ich die High-End-Räume in unserem Trainingscenter anschaue, hätten wir große Herausforderungen gehabt, das mit anderen Lieferanten auszustatten.“ Mit jedem Projekt gewinnt das Team zudem neue Best Practices, die es in den folgenden Digitalisierungsmaßnahmen anwenden kann. Im SIA Campus sowie im Gebäude A wurde SICK von avodaq und der PIK AG als Implementierungspartner für Video- und Medientechnik unterstützt.

Im „Gebäude A“ hat SICK einen digitalisierten Boardroom eingerichtet, die Dr. Erwin Sick Loggia. © SICK AG
Quelle: SICK AG
Technisches Highlight

Top of Waldkirch – die Dr. Erwin Sick Loggia

Ganz oben im „Gebäude A“ hat SICK einen digitalisierten Boardroom eingerichtet, der speziell für Sitzungen des Aufsichtsrates konzipiert wurde. Der Raum steht außerhalb der Sitzungen den Mitarbeitenden zur freien Verfügung, sodass auch andere Meetings dort stattfinden können. Die nach dem Firmengründer benannte „Dr. Erwin Sick Loggia“ umfasst 24 Sitzplätze sowie eine Vollausstattung mit Cisco-Technologie für Audio und Video, darunter eine 135 Zoll breite LED-Wand. Im Nebenraum wurde Dolmetscher-Technologie als optionales Feature für Simultanübersetzungen installiert, berichtet André Lienhard.

Am Beispiel des Boardrooms zeigen sich auch die Herausforderungen der Digitalisierung. Dazu zählen gebäudenahe Themen wie Heizung und Kühlung, Beleuchtung, Fassaden, mobile Wände und Möbel oder abgesenkte Decken. Hinzu kommen das technische Setup und die Abstimmung mit der Haustechnik für verschiedene Kommunikations-Szenarien, also Local, Hybrid oder ohne Medienausstattung – analog. Auch hier, so Lienhard, sollen ja die Lüftung und Beleuchtung einsatzbereit sein.

Mittelpunkt der Lounge ist das installierte „Cinematic-Videosystem“ von Cisco, das auch seitlich installierte Kameras umfasst. Diese fokussieren verschiedene Sprecher automatisch und rücken sie in der digitalen Übertragung ins beste Licht. Das alles erfordert einen gewissen Aufwand bei der Feinjustierung, den man mit in das Projekt einkalkulieren muss. Lienhard: „Der Schlüssel zum Erfolg sind standardisierte Vorgehensweisen, um den Einsatz von Technologien in Gebäuden zu planen und die Geräte auszurollen.“

Ced Andrelienhard Profilfoto

„Das Commitment und die Einsatzbereitschaft seitens avodaq sind sehr hoch, und wir arbeiten auf Augenhöhe miteinander.“

André Lienhard, SICK AG

Drei Fragen an André Lienhard

Der „Erfindergeist“ des alten Gebäudes A soll sich auch im Neubau finden. Was ist damit gemeint?

Lienhard: SICK lebt die Technologie. Für mich in der IT ist es beispielsweise schwierig, einen direkten Beitrag zu unseren Produkten zu leisten. Aber ich kann die Mitarbeitenden bestmöglich unterstützen, damit sie auf höchstem IT-Niveau arbeiten, kommunizieren und den technisch besten Beitrag für unsere Kunden leisten können. Wir im Team sind alle innovativ und wollen Dinge voranbringen. Das ist unser Anspruch.

Was zeichnet die Zusammenarbeit mit avodaq aus?

Lienhard: Das Commitment und die Einsatzbereitschaft seitens avodaq sind sehr hoch, und wir arbeiten auf Augenhöhe miteinander. Das ist nicht zwingend selbstverständlich. Zudem haben wir uns im Laufe der Jahre ein tiefes Vertrauensverhältnis erarbeitet, weshalb alle Themen offen auf den Tisch kommen können. Und nicht zuletzt haben wir eine gemeinsame Vorstellung davon, wie wir die Dinge vorantreiben können. Wir wollen die Videokommunikation bei SICK nicht nur verwalten, darin sind wir uns einig.

Aus technischer Sicht: Was ist mittelfristig die größte Herausforderung für Sie und Ihr Team?

Lienhard: Zum einen werden wir die Videotechnologie global standardisieren, um die Effizienz im Betrieb zu steigern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die globale Nutzung zu vereinfachen. Dies umfasst beispielsweise Landesorganisationen in Malaysia oder den USA. Die zweite Herausforderung wird sein, das hohe Level im Service und der Qualität für die Mitarbeitenden zu halten. Hier treffen wir auf Themen wie das steigende Volumen der Video-Installationen, die Weiterentwicklung der Technologien (z. B. KI) und den Lifecycle der Lösungen, die uns in Bewegung halten.

Markus Bachmann Senior Account Manager avodaq

„In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass SICK und avodaq kulturell sehr gut zusammenpassen – beide Unternehmen sind bodenständig und trotzdem daran interessiert, smarte, zukunftsfähige technische Lösungen zu entwickeln. Zudem hat das Team von André Lienhard den notwendigen Drive, die New-Work-Innovationen für seine Kolleginnen und Kollegen wirkungsvoll umzusetzen. “

Markus Bachmann, Senior Account Manager avodaq

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SICK AG

Die SICK AG ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter für sensorbasierte Applikationen für industrielle Anwendungen. Das 1946 gegründete Familienunternehmen mit Stammsitz in Waldkirch im Breisgau zählt zu den Technologie- und Marktführern und ist mit 60 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen rund um den Globus präsent.

Mitarbeitende: 11.800
Branche: Sensortechnologie
Umsatz: 2,1 Mrd. Euro (2024)
Das SICK-Logo ist eine eingetragene Marke der SICK AG in Deutschland und in anderen Ländern.